Arten und Klassifizierung von Industriestaub
Staub, der bei Produktionsprozessen entsteht, ist kein homogenes Schadstoffgemisch. Seine Eigenschaften hängen unter anderem vom Ausgangsmaterial, der Partikelgröße, der chemischen Zusammensetzung und der Art der Emission ab. Genau aus diesem Grund müssen Stäube am Arbeitsplatz richtig identifiziert und wirksame Methoden zur Senkung ihrer Konzentration ausgewählt werden. In Tischlereien, Metallbetrieben, Schweißbetrieben oder bei der Laserbearbeitung ist die Staubabsaugung nicht nur eine Frage des Komforts, sondern vor allem ein Bestandteil eines ordnungsgemäß gestalteten Arbeitsplatzes.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Industriestaube?
- Staubarten am Arbeitsplatz
- Staubemissionsquellen in Betrieben
- Die für den Menschen schädlichsten Stäube
- Wie lässt sich die Staubbelastung am Arbeitsplatz verringern?
- Zusammenfassung
Was sind Industriestaube?
Industriestaube sind feine, in der Luft schwebende Feststoffpartikel, die bei technologischen Prozessen entstehen. Sie können durch Schneiden, Schleifen, Bohren, Fräsen, Schweißen, Verbrennen oder andere mechanische und thermische Vorgänge entstehen. Ihre Größe ist von großer Bedeutung – je kleiner die Partikel, desto leichter können sie in die Atemwege gelangen.
Aus Sicht der Arbeitsorganisation ist nicht nur wichtig, wie viel Staub entsteht, sondern auch, wo und auf welche Weise er in die Luft gelangt. Daher sollte der Auswahl eines Entstaubungssystems eine Analyse vorausgehen, welche Staubarten am jeweiligen Arbeitsplatz vorkommen.
Staubarten am Arbeitsplatz
Staubarten am Arbeitsplatz lassen sich vor allem hinsichtlich ihrer Herkunft und ihrer Eigenschaften unterscheiden. In Industriebetrieben treten unter anderem Staub aus Holz, Metallen, Kunststoffen und mineralischen Materialien sowie Staub auf, der bei Schweiß- und Laserschneidprozessen entsteht.
Staub kann sich auch hinsichtlich der Partikelgröße unterscheiden. Größere Partikel sinken relativ schnell auf Oberflächen ab, während feine Partikel lange in der Luft verbleiben und leichter eingeatmet werden können. Genau aus diesem Grund sollte ein wirksames Entstaubungssystem auf die Art des Materials und die Art des Prozesses abgestimmt sein und nicht ausschließlich auf der Grundlage der angegebenen Leistung des Geräts ausgewählt werden.
Klassifizierung von Industriestauben
Die Klassifizierung von Industriestauben kann sowohl deren Zusammensetzung als auch ihre physikalischen Eigenschaften und ihre potenziellen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus berücksichtigen. In der Praxis ist die Unterscheidung zwischen neutralen, reizenden, toxischen, sensibilisierenden oder krebserregenden Stäuben von besonderer Bedeutung.
Von Bedeutung ist auch die respirable Fraktion, also der Teil des Staubs, der in tiefere Bereiche der Atemwege gelangen kann. Nicht jeder sichtbare Ablagerung stellt daher die größte Gefahr dar. Oft sind es gerade die mit bloßem Auge nicht sichtbaren Partikel, die bei der Auslegung einer Entstaubungsanlage die größte Aufmerksamkeit erfordern.
Staubemissionsquellen in Betrieben
Staubemissionsquellen in Arbeitsräumen stehen in direktem Zusammenhang mit der eingesetzten Technologie. In einer Tischlerei sind dies vor allem Sägemaschinen, Fräsmaschinen, Hobelmaschinen und Schleifmaschinen. In einem Metallbetrieb kann Staub bei der mechanischen Bearbeitung, beim Schleifen oder beim Schneiden entstehen. Beim Schweißen hingegen entstehen Rauchgase und Partikel, die den Einsatz eines entsprechend ausgewählten Absaugsystems erfordern.
In der Praxis ist es am besten, die Emissionen bereits an der Entstehungsquelle zu begrenzen. Dabei hilft eine entsprechend konzipierte industrielle Lüftungsanlage, deren Aufgabe es ist, Schadstoffe abzufangen, bevor sie sich in der Halle ausbreiten.
Die für den Menschen schädlichsten Stäube
Nicht alle Staubschadstoffe stellen die gleiche Gefahr dar. Die für den Menschen schädlichsten Stäube sind vor allem solche, die bis in die tiefen Bereiche der Lunge gelangen können und toxische, sensibilisierende oder krebserregende Wirkungen zeigen. Besondere Aufmerksamkeit muss den Stäuben gewidmet werden, die bei der Bearbeitung von Materialien mit gefährlichen Inhaltsstoffen entstehen, sowie den sehr feinen Partikeln, die bei thermischen Prozessen entstehen.
Je nach Art des Prozesses kommen unterschiedliche Lösungen zum Einsatz. Beim Schweißen sind Schweißabsaugungen hilfreich, während sich beim Laserschneiden und -gravieren von Materialien Laserabsaugungen bewährt haben. Solche Lösungen ermöglichen es, die Emission von Schadstoffen direkt an der Quelle zu begrenzen.
Wie lässt sich die Staubbelastung am Arbeitsplatz verringern?
Die Vorbeugung gegen die Folgen einer Staubbelastung sollte mit der Verringerung der Staubemissionen beginnen. Von entscheidender Bedeutung sind die Abdichtung des Prozesses, die richtige Organisation des Arbeitsplatzes sowie ein wirksames lokales Absaugsystem. Wichtig sind außerdem die regelmäßige Reinigung der Anlage, die Kontrolle der Filter und die Anpassung der Geräteparameter an die tatsächliche Belastung.
In Holzverarbeitungsbetrieben sind Sägemehlabsaugungen besonders nützlich, die Sägemehl, Späne und Staub direkt von den Maschinen auffangen. Bei größeren Anlagen kommt eine Industriestaubabsaugung zum Einsatz, mit der sogar mehrere Arbeitsplätze gleichzeitig bedient werden können. Eine entsprechend ausgewählte Industrieabsaugung hilft hingegen dabei, die Entstaubungsparameter auch bei intensiver Produktionsarbeit aufrechtzuerhalten.
Bei der Auswahl des Systems sollten vor allem folgende Faktoren berücksichtigt werden:
- Art und Eigenschaften des Staubs,
- Partikelgröße,
- Menge der während des Prozesses entstehenden Verunreinigungen,
- Anzahl der zu versorgenden Arbeitsstationen,
- erforderlicher Luftdurchsatz,
- Art der Filterung,
- Möglichkeit einer zukünftigen Erweiterung der Anlage.
Zusammenfassung
Stäube am Arbeitsplatz können sich in ihren Eigenschaften erheblich unterscheiden, weshalb ihre effektive Beseitigung einen individuellen Ansatz erfordert. Die Klassifizierung von Industriestauben ermöglicht eine bessere Einschätzung der Gefährdung, während die Analyse des technologischen Prozesses die Auswahl eines geeigneten Entstaubungssystems erleichtert. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn die Verunreinigungen möglichst nahe am Entstehungsort aufgefangen werden.
Richtig ausgewählte Entstaubungsanlagen reduzieren die Staubbelastung in der Halle, schützen die Ausrüstung und tragen zur Schaffung sichererer Arbeitsbedingungen bei. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, auf Lösungen zurückzugreifen, die auf den jeweiligen Prozess und den Produktionsumfang zugeschnitten sind. Der Hersteller von Industriemaschinen CORMAK bietet eine breite Palette an Entstaubungs- und Materialbearbeitungsanlagen an, die sowohl Bestandteil eines einzelnen Arbeitsplatzes als auch eines umfangreichen industriellen Systems sein können.